Juwelenwald

Eine Geschichte in der Mehr-Weltentheorie, Worte eines Charakters

Chahghee. Das ist der Name meiner Rasse. Wir sind älter als jedes Wesen in unserer Welt, mächtiger wohl auch, aber ich probierte das nie aus. Nur die flüsternden Erzählungen des Windes geben eine Ahnung, wie mächtig wir sind. Die Welt, in der wir entstanden sind, ist nicht groß im Vergleich zu anderen Welten, die ich gesehen habe. Wir schlafen ein wenig in den Geistern der Bäume, zehn Jahre, fünfzig, hundert. Manch Einer verschläft auch mal ein ganzes Zeitalter, wenn sein Baum so lange lebt. Hin und wieder blicken wir in andere Welten und beobachten den Lauf der Zeit. Viele Welten sind groß, viele Dimensionen sind spannend. Sie sind unser Geheimnis, weil die Kreaturen der Welten in ihrer Heimat die größte physische und psychische Stabilität haben, doch meine, in der ich entstanden bin, beobachte ich am liebsten.
Hier gibt es Menschen, die es in fast jeder Welt gibt, sie scheinen die ideale Beschaffenheit zu haben, um in jeder Welt neu und doch gleich zu entstehen. Es gibt Tiere, tausende Arten, die, so oder ähnlich, in sehr vielen Welten zu finden sind. Und es gibt Kreaturen, die, meistens, mächtiger, größer und stärker sind als die anderen Wesen. Ich habe ähnliche in Welten gesehen, wo sie Häscher, Yokai oder Dämonen genannt werden. Doch hier heißen sie Jarg. Es gibt hunderte Arten von Jarg, hunderte Arten ihrer Fähigkeiten, hunderte Lebensweisen und tausende Begegnungen.


Wichtige Informationen

Juwelenwald besteht schon in einem langem Entstehungsprozess. Als Basis für diesen großen Epos, der auf euch zu kommt, wurde Hanyesha geschrieben und veröffentlicht. Die Legende aus Iyuha in Form einer Novelle gibt nur einen kleinen Vorgeschmack auf die große Welt mit all ihren Facetten, ihren zahlreichen Kreaturen, zu denen einjeder die Möglichkeit erhalten soll und wird, sich einzubringen.


Die Welt

Iyuha ist eine gigantische, neue Welt, die laut den Legenden und Sagen von den Chahghee, mächtigen Baumgeistern mit der Gabe, in andere Welten zu wechseln, erschaffen wurde. Sie besteht aus fünf Kontinenten, die über die sogenannten "Inselbrücken" oder "Drochailean" miteinander verbunden sind.

Shang Iyuha: Das Herz der Welt, von dem aus sich die Kontinente abgespalten und die Wesen verbreitet haben.

Thamha: Der östliche Kontinent, der bekannt für sein eher feucht bis gemäßigtes Klima ist und aus nebligen Wäldern, Bergen und Sumpfgebieten besteht.

Ahtbemha: Der südliche Kontinent ist ein tropisches Urwaldgebiet, mit leichten Steppenausläufen im Norden und Südosten. Der Rest ist ein gewaltiger Dschungel, der viele unterschiedliche Lebensformen birgt.

Eniermha: Auf dem westlichen Kontinent findet man trockene Steppen, felsige Canyons und weitläufige Wüsten aus Sand und Steinen, die das Überleben und hart möglich machen.

Gidmha: Im Norden liegt fast das ganze Jahr über Schnee, nur im Süden deckt der Sommer die weiße Decke auf, während in der Mitte des Kontinents der Berggigant Ni'Ethriau mehrere tausend Meter in die Höhe ragt. Seine Gebirgsausfläufe erstrecken sich beinahe über den gesamten Kontinent.

Jarg

Die Kreaturen, die diese Welt neben vereinzelten Menschen und einigen Tieren bewohnen, werden Jarg genannt. Diese zusammenzufassen ist in etwa so unmöglich wie alle Tierarten unter einen Hut zu bringen. Es gibt sehr viele Jarg. Sehr viele, sehr unterschiedliche. Sowohl in ihrem grundlegenden Wesen - ob sie eher friedlich oder kämpferisch sind - als auch in ihrer Stärke, Größe oder in ihrem Aussehen. Die wichtigsten Rassen, die in Hanyesha auftauchen, erkläre ich im Folgenden.

Jarg Faol

Rudelleben ist groß geschrieben, normalerweise sind Faol sehr tolerant gegenüber anderen Lebensformen. Der Respekt vor dem Leben ist wichtig für ihre Moral und Lebenseinstellung, auch wenn es schwarze Schafe natürlich immer gibt. Sie sind eine eher humanoide Jarg Rasse, die einer Legende zufolge früher die Gestalt von mächtigen, riesigen Wölfen gehabt haben, bis sie in ihrem Übereifer einer Gottheit gleichen wollten und ihre Macht so auf eine humanoide Form mit kräftigen Körpern und ein paar übergebliebenen Merkmalen ihrer Alten Form reduziert wurde. So besitzen sie alle ein gutes Gebiss mit scharfen Zähnen an einem kräftigen Kiefer, einen ausgeprägten Geruchs- und Hörsinn, eine annehmbare Nachtsicht und Krallen an Händen und Füßen. Ihre Augen sind rot - von dunklem rot bis zu hellem und vereinzelt mit Orangeanteilen. Weitere Körperlichkeiten entwickelten sich je nach Sesshaftigkeit:

Faol Sinak

Sinak besitzen pelzige, verhältnismäßig kleine, weiße Wolfsohren, leichten Fellwuchs an Unterarmen und Schienbeinen sowie einen flauschigen Schweif in ihrer Haarfarbe.  Sie sollen am wenigsten von der Strafe der Götter betroffen sein, da sie das natürlichste Wolfsleben nachahmen und leben bevorzugt in kalten Gebieten, ihr weitester Verbreitungsraum ist Gidmha.

Faol Kipa

Kipa haben verhältnismäßig große pelzige, weiße Wolfsohren, jedoch weder Fellwuchs noch einen Schweif. Sie leben bevorzugt in Steppen und wüstenähnlichem, heißen Klimazonen. Ihr weitester Verbreitungsraum ist Caerog auf Eniermha, da auch sie die reinen Wüsten Phasachs eher meiden.

Faol Kine:

Kine haben spitz zulaufende, eher humanoide Ohrenund einen flauschigen Schweif in ihrer Haarfarbe. Sie leben bevorzugt im gemäßgten Klima Thamhas, den Nebelbergen Annsaseos und sumpfigen Moorgebieten der weiten Küstenebenen Sa‘sabhos.

Faol Sne:

Das Äußerliche der Faol Sne wurde am stärksten reduziert. So haben sie weder Wolfsohren, sondern zugespitzte humanoide, noch einen Schweif. Angeblich oblag es ihrer Arroganz, dass die Götter ihre Macht geraubt haben. Sie gelten noch immer als jene, die sich für die Höchsten halten. Sie leben in ständigem Twist mit den Jarg Tegyr. Faol Sne leben bevorzugt in den tropischen Gebieten Ahtbemhas. Die meisten sind im westlichen Teil davon, Kyell-Keayn, anzutreffen.

Jarg Amrog

Amrog leben im Allgemeinen in familiären Clans, in denen es eine flache Rangordnung gibt, welche nicht allzu streng gehalten wird.  Äußere Merkmale von Jarg Amrog sind graue Haut, meist weiße Haare, keine Augenbrauen. Dazu kleine Hörner an der Stirn, den Schultern und am Rücken entlang der Wirbelsäule bis zu drei dünnen Schweifen mit Pfeilspitzen, die keine Verlängerung der Wirbelsäule, wie die Schweife anderer Wirbeltiere sind, sondern knochenlose Auswüchse. Sie tragen „Zeitmale“ am Arm, die sich nur sehr langsam mit Energie aufladen und dann türkis erscheinen. Durch diese erhalten sie die Macht, sich zu teleportieren und je nach Talent auch die Zeit kurzfristig und begrenzt zu verlangsamen. Alter und Erfahrung eines Amrog bestimmen, wie viele Zeitmale sie erhalten. Mit ihren Schweifen können sie ein schwaches Gift, das Schwindelgefühl und Übelkeit verursacht, einflößen. Da die Schweife flexibel und wirbellos sind, können sie zwar nicht gebrochen werden, besitzen sie aber keine große Kraft.

Sie leben in gemäßigtem Klima mit relativ warmen Sommern. Kalte Temperaturen vertragen sie bis zu einem gewissen Grad, weshalb ein paar Clans im Südosten Gidmhas zu finden sind, selten in nördlicheren Gebieten. Eine beständige Hitze, wie sie in Eniermha oder Ahtbemha vorherrscht, meiden sie. Ein gemäßigtes Klima fördert auch die schnellere Regenerierung ihrer Zeitmale.


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